Kanzlei Rath Thessaloniki

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Kanzlei Rath Thessaloniki

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Griechische Versicherungen zwangsweise geschlossen

 

August 2006 -- Februar 2007

Nach wiederholten Beschwerden von Versicherten und Geschädigten machten die für das Versicherungswesen zuständigen griechischen Stellen in der letzten Augustwoche 2006 und Anfang Februar 2007 Ernst; betroffen sind eine Reihe von in die Krise geratenen privaten Versicherungsgesellschaften und bis zu 500.000 Kunden, deren Beiträge unmittelbar oder mittelbar gefährdet sind.

Im Sommer 2006 gab zunächst das (gem. Gesetz Nr. 400 / 1970) für das Versicherungswesen zuständige Entwicklungsministerium in Athen bekannt, dass zwei Versicherungsgesellschaften die Betriebserlaubnis endgütig entzogen wird und drei weitere unter die spezielle Aufsicht der Behörde gestellt werden.

Danach wurden geschlossen die ARGONAFTIKI General Insurance Company mit Sitz in Thessaloniki und die Athener GALAXIAS Insurance Company Limited mit zusammen ca. 140.000 Versicherten. Deren Kunden und etwaige Geschädigte können sich an den Garantiefonds („Epikouriko Kefálaio“ – Hilfskasse der Haftpflichtversicherer) wenden.


Unter spezielle Aufsicht des vorgenannten Ministeriums werden gestellt:
die INTERNATIONAL HELLAS INSURANCE COMPANY S.A. mit Sitz in Athen,
die Oikonomiki INSURANCE COMPANY sowie die
EGNATIA INSURANCE COMPANY mit Sitz in Thessaloniki.

Karte Panorama

Anfang Februar 2007 hat nun das für das griechische Versicherungswesen zuständige Ministerium der vorgenannten in die Krise geratenen EGNATIA Versicherungsgesellschaft endgültig die Betriebserlaubnis entzogen.

Wie bei den vorangegangenen Zwangsschließungen muß wieder der für solche Ausfälle vorgesehene Garantiefonds („Epikouriko Kefalaio“ – Hilfskasse der Haftpflichtversicherer) einspringen. Pressemeldungen zufolge kommen auf den Garantiefonds Schadensersatzforderungen iHv. ca 180 Mio Euro zu.

Die letztgenannte Versicherungsgesellschaft hat mit 300.000 versicherten Fahrzeugen im Bereich der Kfz-Versicherung eine relativ bedeutende Marktstellung, so dass das Athener Ministerium im Interesse der Versicherten angeordnet hat, dass das von der EGNATIA VersAG nun vorzulegende Sanierungsprogramm eine von drei auf nur ein Jahr verkürzte Laufzeit haben muß.

Diese Entwicklung kamen nicht unerwartet: bereits seit 2004 liefen bei den zuständigen griechischen Stellen offizielle Untersuchungen. Vor einigen Monaten wurde dann der Athener Versicherung ASTRA die weitere Geschäftsausübung verboten und die jetzt geschlossenen Versicherungen ARGONAFTIKI und GALAXIAS wurden damals vom Ministerium zur Einzahlung weiterer Rücklagen aufgefordert. Bekannt ist auch, dass die Höhe der Steuerschulden sich teilweise im Bereich des Haftungskapitals bewegten.

Betroffen sind neben der EGNATIA INSURANCE COMPANY mit Sitz in Thessaloniki noch eine weitere kleinere VersAG. Da von den jetzigen Schließungen ca. 351.000 Versicherungsverträge betroffen sind, kam es am Markt zu Irritationen und besonders bei den Mitbewerbern zu gesteigerten Aktivitäten / Akquisations-Bemühungen.

   
Uns war aus der Kanzleiarbeit bekannt, dass die Regulierung von Schäden verschleppt wurde und selbst titulierte Ansprüche von Geschädigten nicht zeitnah ausgezahlt wurden. Allerdings war es stets gelungen, die Ansprüche unserer Mandanten vollständig durchzusetzen und auch zu realisieren.

Wir helfen Ihnen gerne bei der Durchsetzung Ihrer berechtigten Ansprüche.

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